Der Salzpfad – Raynor Winn

Der Salzpfad – Raynor Winn

Es wurde allerhöchste Zeit, endlich mal wieder für Ani´s Advice zu schreiben. Um ehrlich zu sein, habe ich auch keine besonders gute Ausrede, warum dieser Blogbeitrag so lang auf sich warten ließ, aber ich bin froh, jetzt wieder zu starten. Ich habe die letzten Wochen viel Inspiration gesammelt und deshalb einige neue Empfehlungen, die ich euch in der nächsten Zeit vorstellen möchte.

Heute beginne ich mit einer nigelnagelneuen Buchempfehlung, die mich so gecatcht hat, dass ich direkt den zweiten Teil kaufen musste. „Der Salzpfad“ von Raynor Winn.

Worum geht es in „Der Salzpfad“ von Raynor Winn?

Das Buch erzählt die wahre Geschichte von Ray (der Autorin) und ihrem Mann Moth. Die beiden leben ein glückliches Leben auf ihrem Bauernhof, ihre Kinder sind ausgezogen und studieren in anderen Städten.

Eines Tages kommt allerdings der Tag, an dem sie alles verlieren. Sie waren mutig und haben viel Geld in das Unternehmen eines Freundes investiert. Dieser Mut machte sich allerdings nicht bezahlt, das Unternehmen ging insolvent und der Freund wurde plötzlich zu ihrem Feind, der ihnen ihr investiertes Geld streitig machte. Über drei Jahre kämpften sie in Gerichtsverfahren für ihre persönliche Gerechtigkeit und verloren schließlich, nicht nur das Verfahren, sondern damit auch ihren Bauernhof, der gleichzeitig ihr zuhause war, ihre Tiere und all ihr materielles Hab und Gut. Das Einzige was ihnen bleibt, sind sie selbst und Moths unheilbare Diagnose CBD – eine Krankheit, die vor allem mit Symptomen von Parkinson und dem Nachlass der kognitiven Fähigkeiten einhergeht.

Trotz dieses Schicksalsschlags oder gerade deswegen beschließen sie, eine Wanderung zu machen. Ihr Ziel: Die längste Fernwanderstrecke Großbritanniens: Der South West Coast Path mit stolzen 1.014 km.

Sie begeben sich auf eine ungewisse Reise, nur mit ihren Wanderrucksäcken und einem Wanderführer bepackt. Schnell müssen sie feststellen, dass sie mit dem im Wanderführer vorgegebenem Tempo nicht mithalten können. Zudem erhalten sie pro Woche nur 36 Pfund von der Regierung, mit denen sie ihre gesamte Verpflegung bezahlen müssen. Deshalb können sie sich auch keine Unterkunft leisten und müssen Wildcampen. Die Beiden werden während ihrer Wanderung zudem mit vielen negativen Reaktionen konfrontiert, sobald sie von ihrer Situation – der Obdachlosigkeit – berichten.

Werden sie es schaffen, die gesamte Strecke zu laufen? Wie wird sich das auf Moths Gesundheit auswirken? Und werden sie letztendlich ein neues Leben finden, welches ihnen etwas Glück zurückgeben kann?

All das erfahrt ihr, wenn ihr „Der Salzpfad“ selbst lest. Ray erzählt ihre Erlebnisse so lebendig und detailliert, dass ich wirklich das Gefühl hatte in jedem Moment live dabei zu sein.

Ihr findet das Buch, das nebenbei auch ein Spiegelbestseller war, in allen gängigen Buchläden oder online z. B. hier.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen dieser unglaublich bewegenden Geschichte.

Und für alle, die wie ich direkt geflasht wurden, findet ihr hier auch Band zwei „Wilde Stille“.

HAVE FUN!

PS: Rays und Moths Willensstärke trotz aller Widrigkeiten hat mich sehr beeindruckt. Das lässt einen selbst darüber nachdenken, warum man für alle eigenen Vorhaben so schnell Ausreden findet, wenn die eigenen Voraussetzungen eigentlich deutlich besser sind als die von Ray und Moth.

PPS: Falls ihr euch nochmal in Erinnerung rufen möchtet, welche Buchempfehlungen ich bereits vorgestellt habt, klickt einfach hier.

Der Salzpfad – Raynor Winn

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